Besetztes, anarchistisches Haus Skaramanga in Athen durchsucht

Heute morgen am 29.07. wurde das besetzte Haus Skaramanga in Athen in einem polizeilichen Großeinsatz geräumt. Die Räumung folgte nach Einleitung rechtlicher Schritte durch den Hausbesitzer. Eine Person, die in das Gebäude eindrang, um die Räumung zu verfolgen, wurde festgenommen. Weitere 70 Menschen, die versuchten in das Gebäude zu gelangen wurden von massiven Polizeieinheiten zurückgedrängt in der Umgebung wurde von 150 Menschen eine Kreuzung blockiert. Das Gebäude wurde mitllererweile von Aktivist_innen wieder besetzt. Die Menschen versammeln sich mehr und mehr und für heute Abend wurde ein Treffen angekündigt.

Bereits am 10. Mai kam es zu Angriffen von Faschist_innen und Polizei auf das Projekt. An diesem Tag hielten Faschisten eine Kundgebung an der Kreuzung Straße des 3. Septembers Ecke Epirus ab. Der Kundgebungsort liegt parallel zur Patission-Straße ist ca. 5 Minuten von den beiden Squats „Villa Amalias“ und „Skaramanga“ entfernt. Ca. 100 Leute waren auf der rechten Kundgebung die sich gegen Migrant_innen richtete. Schon während der Kundgebung wurden Menschen mit migrantischem Hintergrund gejagt und verprügelt. Nach der Kundgebung zogen Faschist_innen, unter dem Schutz der Aufstandsbekämfungseinheit (MAT), durch die umliegenden Straßen und verprügelten Migrant_innen und zerstörten einige Geschäfte.

Die Squats, Villa Amalias und Skaramanga, stellten während und nach der Kundgebung ihre Häuser als Rückzugs-und Schutzräume für Migrant_innen und Antifas zur Verfügung. Ca. 200-300 solidarische Menschen schützten die Häuser. Die Bullen griffen darauf hin Skaramanga an und versuchten in den Eingangsbereich zu gelangen. Sie schossen Tränengas und die Faschist_innen attackierten zur selben Zeit mit Steinen. Die Menschen im Squat verteidigten sich mit Feuerlöschern und Wurfgeschossen.

Ähnliches spielte sich vor der Villa Amalias ab, wobei die Angreifer auch dort erfolgreich zurück gedrängt wurden. Dies war nicht der erste Angriff von Faschist_innen und Bullen gegen MigrantInnen oder gegen besetzte Häuser. Mehrmals wurde z.B. die Villa mit Molotovs angegriffen, wobei vor 3 Jahren der Bar-und Konzertbereich ausbrannte. Der letzte Molotov-angriff ereignete sich im Februar 2011 (Molotovs erloschen von selbst).

Die jetzige vorübergehnde Räumung und Durchsuchung ist daher kein isoliertes Ereignis, sondern eigebunden in eine ganze Reihe von Angriffen auf besetzte Häuser und Projekte in Griechenland. Wir sind solidarisch mit den Besetzer_innen und deren Kämpfen gegen Rassismus, Faschismus und staatliche Gewalt.

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