Gefahrengebiete selber machen!

Zum Schanzenfest existiert ein Aufruf von Anwohner_innen, der Polizei am Abend des Festes nicht die Straße zu überlassen, sondern solidarisch weiter zu feiern und sich als kritische und beobachtende Masse dort zu bewegen.

„Gefahrengebiete“-Bastelstand im Schulterblatt

Wir finden dies gut und wollen diese Initiative unterstützen durch einen do it yourself „Gefahrengebiet“-Bastelstand auf dem Fest. Dort soll die Möglichkeit bestehen, Schilder und Plakate zu basteln, die polizeiliche Gefahrengebiete und Repression kritisieren und die tatsächlichen Gefahrengebiete wie Mietenwahnsinn und Standortpolitik benennen. Damit wollen wir schon am Tag eine visuelle Präsenz herstellen, die auch am Abend und in der Nacht als kritische Öffentlichkeit wahrnehmbar ist.

Keine Polizeiaufmarsch ums Schanzenfest!

Polizeiliche Gefahrengebiete wie am 1. Mai sind ein autoritärer Ausnahmezustand. Das ganze Viertel wurde abgesperrt, insbesondere Menschen mit Migrationshintergrund und Jugendliche, aber auch zahlreiche Anwohner_innen erhielten Platzverweise. Das Bild der menschenleeren Straßen erinnerte an Ausgangssperren in totalitären Systemen. Dies können und wollen wir nicht hinnehmen. Wir feiern im Schanzenviertel, wie wir wollen. Wir wollen dabei keine Mauern der Repression um den Stadtteil. Alle haben unabhängig von ihrem Alter, ihrer Herkunft oder ihrer sozialen Situation das Recht, sich hier aufzuhalten.

Wir fordern die Polizei und den Senat auf, die Besucher_innen des Festes nicht mit Wasserwerfern anzugreifen, keine rassistischen Kontrollen durchzuführen, keine Platzverweise zu erteilen und nicht durch zivile oder geschlossene Einheiten im Schanzenviertel zu eskalieren. Wir können die Innenbehörde nur warnen, die Situation durch Drohgebärden im Vorfeld, Medienrandale und polizeiliche Angriffe anzuheizen. Wir nehmen polizeiliche Eskalationsszenarien nicht zum Anlass von Distanzierungen, sondern dazu, uns zu zeigen und der Repression nicht vorauseilend die Straße zu überlassen.

Beteiligt euch am Stand vor der Roten Flora und bastelt euch euer eigenes Gefahrengebiet. Unterstützt den Aufbau und Ablauf des Schanzenfestes. Helft mit, am 20. August das unangemeldete Straßenfest durchzusetzen, unterstützt die Durchführung des kulturellen und politischen Programms und macht euch zum aktiven Teil des Schanzenfestes!

Kampagne „Flora bleibt unverträglich“

Recht auf Stadt zur Einrichtung von Gefahrengebieten
Hintergrundinformationen zum Fest auf Indymedia

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1 Antwort auf „Gefahrengebiete selber machen!“


  1. 1 Plenum – Protokoll 10.08.11 | echte Demokratie jetzt! Hamburg Pingback am 14. August 2011 um 19:41 Uhr
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