Archiv für Juli 2013

Vollversammlung zur aktuellen Situation und Unverträglichkeit der Roten Flora

Achtung Terminänderung wegen Esso-Häuser Gutachten am Mittwoch!
Donnerstag 15. August 2012 | 20 Uhr | Rote Flora

Nachdem Anfang des Jahres Privatinvestor Kretschmer wegen mehreren Insolvenzverfahren und Zwangsversteigerungen in die Medien gekommen ist, ist es wieder ruhiger geworden um die Rote Flora – vermeintlich. Denn diese relative Ruhe täuscht und ist möglicherweise nur die sprichwörtliche Ruhe vor dem Sturm. Nach unseren Erkenntnissen ist der Status der Flora nicht sicher, sondern im Gegenteil bedroht.

Auf der VV wird es konkrete Infos und Einschätzungen geben für alle, die an der Verteidigung des Projektes gegen mögliche Angriffe und Räumungsszenarien interessiert sind. Um für kommende Auseinandersetzungen gut aufgestellt zu sein, brauchen wir dabei eure Unterstützung und aktive Beteiligung.

Seit gut 3 Jahren existiert die Kampagne „Flora bleibt unverträglich!“. In diesem Zusammenhang wurden verschiedene Aktionen und große Demos organisiert. Inhaltliche Klammer war dabei nicht nur der Erhalt der Roten Flora, sondern auch deren Unverträglichkeit, der besetzte Status und die Herstellung einer gemeinsamen Praxis im Zusammenhang mit anderen Kämpfen.

Die Solidarität mit antirassistischen Protestbewegungen in Griechenland war ebenso ein Thema wie Demonstrationen und Kampagnen gegen Mietenwahnsinn, zur Unterstützung der Esso-Häuser oder gegen Zwangsräumungen in Hamburg und anderen Städten.

Auf der VV wollen wir auch ein Resumée der letzten drei Jahre ziehen, um den Blick nach vorne zu richten. Kommt alle und achtet auf weitere mögliche Ankündigungen.

Kein Schanzenfest ist auch keine Lösung!

Ein Zusammenhang der Schanzenfestvorbereitung

Da ging ein Rauschen durch den Blätterwald. »Schanzenfest vor dem Aus« titelte es und zum wiederholten Mal wurde ein Bild bemüht von Autonomen, die sich im Schulterschluss mit Bürgerwehren gegen auswärtige Krawall-Touristen im Schanzenviertel wenden. Folgerichtig gab es Beifall für die autonome Szene von CDU-Hardliner Warnholz bis zur Gewerkschaft der Polizei und den durch NSU-Affären angeschlagenen Verfassungsschutz. Wir, ein Zusammenhang, der in den letzten Jahren das Schanzenfest politisch mitgetragen hat, waren nicht schlecht erstaunt von dieser medialen Windbö im Sommerloch der Hamburger Lokalpolitik. Aus unserer Sicht steht das Schanzenfest weder vor dem Aus, noch wollen wir uns an bürgerlichen Sicherheitsdiskursen beteiligen, welche Gewalt als rein individuelles Problem abhandeln, statt sie im gesellschaftlichen Zusammenhang zu beschreiben.

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