Razzien und Festnahmen gegen Flüchtlinge aus Lampedusa in Hamburg

Heute um 18 Uhr gibt es in der W3 in Altona ein öffentliches Lampedusa Unterstützer_innentreffen und möglicherweise direkt Proteste. Heute gab es mehrere Festnahmen von Lampedusa Flüchtlingen auf St. Pauli und in der Innenstadt, vermutlich vorübergehend um Personalien festzustellen und spätere Abschiebungen vorzubereiten. Kommt alle und seid solidarisch mit den Refugees. Solidarität muss praktisch werden… und zwar jetzt!

Updates

Um 21 Uhr startet eine Demonstration gegen Festnahmen und rassistische Personalienfeststellungen der Flüchtlinge aus Lampedusa von der W3 am Nernstweg in Altona. Alles hin da und weitersagen! Für ein uneingeschränktes Bleiberecht und ein Ende des über Leichen gehenden europäischen Grenzregimes.

Weitere Demo am Samstag 12 Uhr ab Gezi Park Ficion
An der Demo für Lampedusa in Hamburg beteiligten sich ca. 1000 Menschen. Auf der Demo wurde für Samstag Mittag um 12 Uhr zu einer weiteren Demo für die Flüchtlinge und ein uneingeschränktes Bleiberecht aufgerufen. Es wird davon ausgegangen, dass es auch am Wochenende zu weiteren rassistischen Kontrollen durch die Polizei kommen kann. Alle sind aufgefordert aufmerksam zu sein. Mischt euch ein und greift ein! Bleiberecht für alle!

Demo gegen Gefahrengebiete am 26. November
Neben den bundesweiten Demonstrationen am 2. November und am 21. Dezember, wird es am 26. Oktober eine große Stadtteil-Demonstration gegen Gefahrengebiete und rassistische Kontrollen geben mit der Kämpfe von Jugendlichen aus Altona, mit denen in St. Pauli und dem Schanzenviertel verknüpft werden sollen. Startpunkt ist um 13 Uhr vor der Roten Flora am Achidi-John-Platz. Die Demo ist umso wichtiger nach den nun anlaufenden repressiven Maßnahmen zur Abschiebung der Lampedusa Flüchtlinge. Wir bleiben Alle! Mehr Infos

Was antworten wir der Roten Flora? So fragt das Hamburger Abendblatt in der heutigen Ausgabe.
„… In der Flora werden sie zunächst einmal bleiben, und damit ist dieses alte Konzerthaus nun doch zu etwas geworden, das diese Stadt mehr als dringend benötigt: eine mahnende Instanz in den wichtigsten Fragen. Sie erinnert uns daran, dass die Antworten darauf bislang nicht wirklich gefunden wurden. Dass sich Stadtteile in einer Art entwickeln, die niemandem wirklich behagt. Nicht den Verantwortlichen, und schon gar nicht den Anwohnern – weil dieser Prozess oft mit Vertreibung einhergeht. „Die Flora begreift sich als Teil der Kämpfe um öffentlichen Raum“, heißt es in der jüngsten Erklärung der Aktivisten. „Seien es die bedrohten Esso-Häuser, der Widerstand gegen die Gefahrengebiete oder der Kampf der Refugees um dauerhaftes Bleiberecht.“ Egal, wie man zu den möglichen Antworten steht: Das sind die Fragen dieser Zeit – und dieser, unserer Stadt.“
Wie wäre es für das Erste denn mit uneingeschränktem Bleiberecht für alle Flüchtlinge und dem sofortigen Stop rassistischer Kontrollen!

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