Meet and Greet und weitere Demos am Freitag

Nach dem verregneten Donnerstag, erwartete alle Aktivist_innen gegen Rassistische Kontrollen heute strahlender Sonnenschein. Zu Beginn des Tages verstopfte ein Großaufgebot der Hamburger Polizei erstmal den Dammtorbahnhof. Währenddessen beklagt die Deutsche Polizeigewerkschaft das die Polizei mit ihren Kräften bereits am Limit und Scheitelpunkt sei:

„Polizei Hamburg am Limit – Einsatzbelastung immer unerträglicher … Nachdem der Senat dem Rechtsstaat Geltung verschafft und die Identität der sogenannten Lampedusa-Flüchtlinge durch die Polizei feststellen lässt, kommen unsere Kollegen/innen nicht mehr aus den Stiefeln. … Die Polizei wird sich möglicherweise in den nächsten Wochen auf weitere personalintensive Einsätze einstellen müssen. Die Belastungsgrenze unserer Kollegen/innen ist bereits am Scheitelpunkt. Es rächt sich jetzt die Einsatzphilosophie „für Eventualitäten halten wir keine Kräfte bereit.“ Der Widerstand scheint eben doch nicht zwecklos, bleibt auf der Straße und haltet den Protest am laufen!

»Das Ganze erinnert an die Taktik der „Bambule“-Chaoten«

Auch die Bild klingt bereits sehr entnervt: „Passanten flüchten entsetzt, Geschäfte schließen aus Sicherheitsgründen. 50 Leute wollen die Kennedybrücke besetzen. Auch sie werden gestoppt. Das Ganze erinnert an die Taktik der „Bambule“-Chaoten, die 2002 monatelang mit Dauer-Demos unsere Stadt nervten.“ Auch heute gehen die Proteste und Spontandemos weiter. Auf Indymedia wurde aufgerufen: „Macht Aktionen, blockiert den Verkehr! Geht nicht direkt wieder nach Hause, sondern tut euch zusammen und startet Spontis auf großen Straßen! Lampedusa bleibt in Hamburg!“.

Meet and Greet am nachmittag und Nachttanzdemo ab 18 Uhr

Es gibt heute viele Möglichkeiten Olaf Scholz und seiner rassistischen Flüchtlingspolitik die Meinung zu geigen. Eine ist um 14:00h an der Vancouver Str/Hübenerstr. (Hafencity) – Hamburg. Dort wird eine neue Reservisten-Kompanie der Bundeswehr mit einer Rede feierlich „Indienst“ gestellt.

Eine andere auf einer Nachttanzdemo die um 18 Uhr vom Uni-Campus startet. »Nachdem wir schon letztes Jahr eine grandiose Nachttanzdemo mit fast 2000 Teilnehmern gemacht haben, möchten wir auch dieses Jahr mit Euch die „Verhältnisse zum Tanzen“ bringen!«

Refugee-Unterstützer_innen werden dort zwischen weiteren spontanen Demonstrationen gegen rassistische Kontrollen auch gegen die menschenunwürdige Wohn- und Aufenthaltssituation der Refugees zu demonstrieren! Bleiberecht und selbstbestimmtes Wohnen für alle – Residenzpflicht und Abschiebelager abschaffen! Auf der der Demo werden auch Refugees anwesend sein, die über ihre Situation berichten.

Keine Ruhe für Hamburg!

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